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Der Saarlooswolfhond ist ein Familienhund der besonderen Art.

Seine äußerliche Erscheinung (die sofort an einen Wolf denken lässt) und seine Art sich zu bewegen, machen ihn zu einer imposanten Erscheinung.

Er ist ein treuer Freund und Begleiter des Menschen, wenn er richtig erzogen wird. Es erfordert aber eine Menge Liebe, sehr viel Zeit und Geduld um ihn gut zu sozialisieren und an seinen Besitzer zu binden. Natürlich kann der Saarloos von unterschiedlichem Wesen sein, genau wie wir Menschen. 

Seine physische und psychische Reife  erreicht der Saarlooswolfhond im Alter von zwei bis drei Jahren.

Durch konsequente, geduldige und liebevolle Erziehung erkennt er die "Herrschaft" seiner Familie bedingungslos an.

Aufgrund seiner starken Rudelbindung erträgt es der Saarloos kaum von seiner Familie getrennt zu sein. Ist ein Alleinsein aber nicht vermeidbar, sollte man ihn frühzeitig (in sehr kleinen Schritten!) daran gewöhnen - dann wird er es ertragen. Trotzdem sollte man den Hund nicht länger als ein paar Stunden alleine lassen, da er sonst Trennungsängsten ausgesetzt ist. Optimal wäre es natürlich, wenn wenigstens ein Familienmitglied einen ganztätigen Kontakt zum Hund gewährleisten könnte.

Die Erziehung des Saarlooswolfhond ist allerdings nicht immer einfach. Seine Eigenständigkeit, die ihn manchmal wie einen Dickkopf aussehen lässt, bringt manchen Besitzer fast um seine Geduld. Aber... mit Konsequenz (nicht mit Brüllen und rabiaten Mitteln!), Geduld und Liebe bringt man den Hund dazu, das zu tun, was man man von ihm erwartet.

Benötigt ein Hundehalter übermäßigen Druck oder ein Stachelhalsband, oder gar brutale Methoden zum Führen seines Hundes, hat er bis dahin vermutlich einiges falsch gemacht.

Um dominant zu sein, müssen sie ihren Hund weder gewaltsam unterwerfen noch besonders hart anfassen. Im Gegenteil ! Ein guter Rudelführer ist gelassen, freundlich und tolerant.

Einige Hundehalter greifen bei ziehenden Hunden immer noch gerne zum Stachelhalsband, denn mit den spitzen, schmerzhaften Dornen soll man dem Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnen können. Aber das Stachelhalsband hilft überhaupt nicht, dem Hund das Ziehen oder aggressives Verhalten abzugewöhnen. Denn gerade der Schmerz, den das Stachelhalsband bewirkt, löst bei vielen Hunden einen Fluchtreflex aus und dadurch ziehen sie noch mehr!

Der deutsche Tierschutzbund und viele Hundefreunde lehnen Stachelhalsbänder ab. Es ist keine Frage des Halsbandes, ob der Hund zieht oder nicht. Das ist eine Auslastungs- und Ausbildungsfrage ! Ein unausgelasteter Hund wird schwerlich manierlich an der Leine gehen, wenn er dringend laufen möchte.

"Wer Tiere quält, ist unbeseelt und Gottes guter Geist ihm fehlt.
Mag noch so vornehm drein er schauen, man sollte niemals ihm vertrauen!" (Goethe)

Liebevolles Lob und/oder eine kleine Futter-Belohnung, wenn er seine Sache gut gemacht hat, wirken allemal besser als übermässiger Druck. Der Saarloos liebt es, für seine Handlungsweisen bestätigt zu werden. Hat er aber nach einiger Zeit keine Lust mehr, seine Übungen weiter zu machen, ist es besser, die Übungen für diesen Tag abzubrechen (natürlich immer mit einem Erfolg!) , um einen neuen Anreiz zu schaffen. So entsteht Abwechslung in der Ausbildung und nach und nach stellt sich der Erfolg ein.

Eine Ausbildung zum Schutzhund ist nicht möglich, da es nicht in der Natur des Saarlooswolfhond  liegt Beschützerinstinkte zu zeigen (Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel).

Mit Geduld und Liebe ist es jedoch möglich, mit dieser Rasse die Begleithundeprüfung erfolgreich abzulegen. Zudem sind die Saarlooswolfhonde für Agility und Fährtenarbeit geeignet. Dabei ist allerdings einzuplanen, dass es beim Saarlooswolfhond etwas länger dauern k a n n, bis der gewünschte Erfolg erreicht ist.

Der Saarlooswolfhond ist für jeden Hundeliebhaber, besonders aber für naturverbundene Menschen geeignet. Für solche also, denen es nichts ausmacht, bei "Wind und Wetter"mit ihrem Hund spazieren zu gehen und ihm den nötigen Auslauf (mind. 2x 1 Stunde/Tag) zu gewähren.

Dafür haben sie für 10 bis 15 Jahre einen liebenswerten, anhänglichen und absolut treuen Begleiter an Ihrer Seite.

"Es ist eine Grausamkeit auf dieser Welt, dass das Leben eines Hundes um so viel kürzer ist, als das eines Menschen." (Konrad Lorenz)

A b g e r a t e n wird allerdings vom Erwerb von Wolfsmischlingen und wilden Einkreuzungen, da diese mit zunehmenden Alter unberechenbar und aggressiv werden könnten.

B e d e n k e n sollte man ebenfalls bei papierlosen Rassehunden und deren Würfen haben. Es gibt keinen anderen Grund "papierlos" zu züchten als die Umgehung der Zuchtvorschriften.

 

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