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Die Zucht des Leendert Saarloos
Leendert Saarloos (er lebte in Dordtrecht) erwarb vom Tiergarten Blijdorf eine junge Wölfin, die er Fleur nannte. Leider war das Tier nicht robuster als ein Hund und ging an einer allgemeinen Hundekrankheit ein. Die zweite Wölfin, Fleur II, wurde mehrfach mit dem Deutschen Schäferhundrüden "Gerard von Fransenum" (Axel v. Stubersheim x Wotan’s Irmhild) verpaart. Bis 1934 haben diese Stammeltern 28 Welpen hervor gebracht, wovon Leendert Saarloos innerhalb der folgenden 8 Monate durch eine sehr strenge Selektion aber nur 3 Welpen als tauglich für die Zucht auswählte. Auf Anraten des niederländischen Genforscher Dr. L. Hagedoorn wurden im Laufe der Zucht auch Bruder mit Schwestern verpaart, die wiederum ihre Vorzüge in Charakter und Gesundheit ihren Nachkommen vererbten. Um der Inzucht, die leider auch heute noch sehr hoch ist, entgegen zu wirken, wurden anfangs wieder Dt. Schäferhunde eingekreuzt. 1963 wurde noch eine Wölfin in die Zucht eingebracht - vermutlich die sechste und auch letzte, was bis heute noch nicht ganz geklärt ist. Seinen Zwinger nannte er "van de Kilstroom". Da zur damaligen Zeit in den Niederlanden nur Gebrauchshunde als Rassehunde anerkannt wurden, bildete er einige Exemplare dieser Züchtung zu Blindenbegleit- oder Schutzhunden aus. Bis auf einige Ausnahmen scheiterte die Ausbildung, da das Wolfsblut mit seinem Fluchttrieb den Angriffstrieb völlig verdrängt hatte. Dagegen zeigte sich der von ihm kreierte Europäische Wolfhund (wie er ihn genannt hatte) als Rettungs- oder Spürhund sehr geschickt. 1989 wurde der erste Saarloos Wolfhund Zwinger in Deutschland angemeldet. Seit dem wird der Saarloos Wolfhund auch in Deutschland gezüchtet. Das Ziel der Zucht sind gesunde und wesensfeste Familienhunde mit dem äußeren Erscheinungsbild eines Wolfes.
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